Koń geht in den Krieg. Er meldet sich freiwillig zur ukrainischen Armee und erlebt bald den Kontrast vom reichen Kyjiw zum desolaten Donbass, die Kluft zwischen offiziellen Bildern und den wahren Zuständen der Armee, wo Gleichgültigkeit und Vetternwirtschaft herrschen. An vorderster Front, der Nulllinie, suchen er und seine Gefährten nach dem Sinn, dem Licht, zwischen Drohnen, Verletzten und dem Tod. Koń ahnt immer mehr, dass dieser Krieg für ihn nie enden wird. Twardoch fuhr immer wieder an die Front in der Ukraine. Er brachte Material, war unterwegs mit Soldaten, sah die Schrecken des Krieges. Seine Erfahrungen hat er zu einem Roman verdichtet, der den Geist der Bücher von Remarque, Jünger oder Hemingway atmet. Eine existenzielle Reflexion über Gewalt, Mut, Freiheit und das Menschsein.
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Autoren-Porträt:
Szczepan Twardoch, geboren 1979 in Zernica, Polen, ist einer der herausragenden Autoren der Gegenwartsliteratur. Seine Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt, zum Teil verfilmt. Für den Roman Drach wurden der Autor und sein Übersetzer Olaf Kühl 2016 mit dem Brücke Berlin Preis geehrt, 2019 erhielt Twardoch den Samuel-Bogumił-Linde-Preis, 2025 den Usedomer Literaturpreis. Zuletzt erschienen die Romane Demut und Kälte. Twardoch lebt mit seiner Familie in Pilchowice/Schlesien.