„Von früh bis nachts dachte ich an nichts als an Läufer und Bauern und Turm und König und Matt und Rochade, mit meinem ganzen Sein und Fühlen stieß es mich in das karierte Quadrat.“ Der unscheinbare österreichische Emigrant Dr. B. reist auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires. Auf dem Schiff tritt er eher zufällig gegen den amtierenden Schachweltmeister Mirko Czentovic an. Das Erstaunen ist groß, als er den routinierten Profi mit verspielter Leichtigkeit besiegt. Doch das Schachspiel fördert Erinnerungen an den Terror seiner Inhaftierung im Nationalsozialismus zutage. Eine seelische Wunde, die erneut Dr. B.s geistige Gesundheit bedroht.
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Autoren-Porträt:
STEFAN ZWEIG wurde am 28. November 1881 in Wien geboren, lebte von 1919 bis 1934 in Sakzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seien historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.